Dein Erfolg = Können + Glück × sozialer Schwung

Sobald Menschen die Popularität sehen, verstärkt sich alles selbst.

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Keine wirklich neue Erkenntnis.

Aber für diejenigen unter uns, die gerade daran Arbeiten, etwas Neues, etwas Frisches in den Markt zu heben, immer hilfreich, sich daran zu erinnern.

Im berühmten Music-Lab-Experiment von Salganik, Dodds und Watts (2006) testeten rund 14.000 Menschen unbekannte Popsongs auf einer Online-Plattform. 

Sie konnten die Tracks anhören, bewerten und herunterladen.

Die Forschenden teilten die Leute in verschiedene „Welten“ (parallel laufende Versionen der Website) mit jeweils denselben Songs, aber unterschiedlichen Informationsbedingungen.

Der Twist: In manchen Versionen der Plattform  sahen die Teilnehmenden Charts mit Downloadzahlen. Also, welche Songs bereits beliebt waren. In anderen Versionen gab’s keine solche Informationen.

Der soziale Effekt war beeindruckend: 

Sobald Leute die Popularität sahen, verstärkte sich alles selbst. 

Beliebte Songs wurden noch beliebter („Winner-takes-all“), weil jeder dachte „Hallo? Wenn so viele das mögen, muss es ja gut sein“. 

Schlechte Songs blieben Flops, gute landeten selten ganz unten – aber in der breiten Mitte entschied sozialer Einfluss, wer zum Hit wurde. 

Ein Song konnte in einer Welt ein Star sein, in der nächsten unsichtbar.

Das zeigt den Matthäus-Effekt  („dem, der hat, wird gegeben“ oder „Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu“).

Soziale Signale wie Shares oder Charts schufen einen Sog, der kleine Zufälle am Anfang zu massivem Erfolg (oder Misserfolg) hochskalierte.

Ohne diesen Effekt war der Markt aber seichter und vorhersehbarer.

Genau so läuft’s bei uns:  Kunst, Start-ups, Marketing und unsere persönlichen beruflichen und unternehmerischen Karrieren („es muss nur an mir alleine liegen warum ich nicht erfolgreich bin“ oder  „wer oben ist, ist automatisch besser“).

Qualität ist absolute Voraussetzung. Timing, Sichtbarkeit und wer dich zuerst pusht, machen aber den Unterschied. 

Klitzekleine Zufälle können enorme Auswirkungen haben. Erfolg ist nie nur alleine verdient. Glück und soziale Dynamiken spielen fest mit.

Du kannst dir den Arsch abarbeiten , ohne diesen sozialen Schubs bleibt vieles im Schatten. 

Für Marketer, Unternehmer und Führunsgkräfte bedeutets auch soziale Trigger zu schaffen. Es braucht Early-Adopter, Community, Opinion Leader und Fans in der passenden Nische oder Gleichgesinnte um (vielleicht) ein Momentum zu erzeugen.

Read the Room heißt es. Die Marken oder Produkte die mich beeindrucken haben in den meisten Fällen eines gemeinsam:

Diese Marken bringen Kultur in Bewegung und sie warten nicht, bis ein Trend da ist. Sie starten ihn selbst. 

Das ist Instinkt. Instinkt für den Vibe im Raum. Und die Leidenschaft dafür, echte menschliche Gefühle zu verstehen. Und vielleicht ist das genau der Ort an dem Instinkt und Glück sich treffen.

Für alle anderen bedeutet das:

Bleiben wir alle bescheiden wenn es klappt . Ein Teil war echtes Können, ein Teil großes Glück.

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